Kühle Gemäuer in Kärnten

Gerade bei Temperaturen um die 30 Grad oder mehr kommt im Sommer manchmal das nächste kühle Gemäuer wie gerufen. Das ist der Grund, warum ich Besichtigungen von Burgen und alten Kirchen sehr gerne in die heißen Sommermonate verlege. Und dass diese alten Mauern häufig eine ganz besondere Geschichte zu erzählen haben, ist wohl unbestritten.

Heute stelle ich euch Gemäuer in Kärnten vor, die alle eine ganz lange Geschichte versprechen – und ein kleines bisschen Abkühlung hinter dicken Mauern.

Burg Hochosterwitz Hochosterwitz 1, 9314 Launsdorf

Burg Hochosterwitz ist schon rein optisch das, was man sich unter einer richtigen Ritterburg vorstellt. Sie liegt hoch oben auf einem Dolomitfelsen am Hang des Magdalensbergs und ist seit dem 16. Jahrhundert dauerhaft im Besitz der Familie Khevenmüller.

Vor dem kühlenden Effekt der dicken Mauern steht allerdings der steile Aufstieg (der Panoramalift befindet sich derzeit im Umbau (Stand Juni 2017). Durch 14 Burgtore an steilen Felswänden geht man Schritt für Schritt weiter auf Zeitreise, vorbei an der kleinen Burgkirche und dem blühenden Burggarten. Oben in der Hauptburg wartet ein kleines Museum, dass man alleine oder ohne zusätzlichen Eintritt mit der stündlichen Führung besichtigt werden kann. Gezeigt werden hier Stücke aus der Geschichte der Burg und der Familie Khevenmüller. Zudem gibt es im Burghof ein Ausflugsrestaurant, das für Erfrischungen sorgt.

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Wallfahrtskirche Maria Saal Domplatz 1, 9063 Maria Saal

Nur wenige Kilometer außerhalb von Klagenfurt liegt das kleine Örtchen Maria Saal, das von einer Marien-Wallfahrtskirche überragt wird. Der Vorgängerbau stammt von um 860 und gilt als die älteste Kirche Kärntens – von hier aus wurde mit der Missionierung Kärntens begonnen. Der heutige Bau wurde im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtet und während der Türkenbelagerungen im 16. und 17. Jahrhundert mehr und mehr zur Festung umgebaut.

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Burg Landskron Schlossbergweg, 9523 Villach

Die Burg Landskron ist besonders für Familien zu empfehlen. Denn hier gibt es nicht nur ein kühles Gemäuer, das weit sichtbar über der Stadt Villach liegt. Neben der Burg gibt es eine Adlerwarte, in der man die majestätischen Greifvögel bewundern kann, darunter die meisten einheimischen Arten, aber auch Seeadler und Gänsegeier. Und zusätzlich gibt es hier auch ein echtes Affentheater. Im größten Freigehege Österreichs sind etwa 150 Makakenäffchen beheimatet. Und die darf man auch in einer 45 Minütigen Führung besuchen.

Das dicke Gemäuer selbst hat schon 878 seine Ursprünge und eine sehr wechselvolle Geschichte. Nach mehreren Blitzschlägen drohte ab dem 19. Jahrhundert der Verfall. Erst ab 1953 wurde das Gebäude umfangreich renoviert und revitalisiert.

Landskron

Dom zu Gurk Domplatz 11, 9342 Gurk

Der Dom von Gurk ist der Endpunkt eines der bekanntesten Wallfahrtswege Österreichs. Er liegt im ruhigen Gurktal, fernab von vielen Fernverkehrsrouten. In der Krypta, die auf 100 Säulen ruht, liegt das Grab der heiligen Hemma von Gurk, das besonders beim Wunsch nach einer glücklichen Entbindung oder der Heilung von Augenkrankheiten angerufen wird.

Die Kirche ist eine der bedeutendsten Gebäude der Hochromanik. Die Krypta mit dem Grab der Hemma stammt als ältester Teil bereits aus dem Jahr 1174. Das 60 Meter hohe Turmpaar wurde 1220 vollendet. Hinter diesen dicken Mauern kann man dann tatsächlich eine ordentliche Abkühlung erwarten.

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