Der Frühling ist angekommen in Wien – Zeit für ein Eis

Endlich ist es so weit… Das Gras wird grüner, die Pullover werden dünner… Der Frühling steht vor der Tür – und endlich kann die Eissaison eingeleitet werden. Das Thema Eis hat in Wien eine langeTradition. Legendär ist etwa der Tichy beim Reumannplatz für seine Eismarillenknödel, genauso wie für seine langen Schlangen an heißen Tagen. Oder wer kennt ihn nicht, den Eissalon am Schwedenplatz, an dem im Sommer die japanischen Touristengruppen Schlange stehen.

Darüber hinaus gibt es aber auch die vielen, weniger bekannten, aber umso besseren Eissalons, die häufig in den kleinen Seitengassen liegen.

Meine 4 Favoriten stelle ich euch heute einmal vor… Welches der Beste Eissalon ist? Findet es selbst heraus!

Ferrari Gelato, Krugerstraße 9, 1010 Wien – Öffnungszeiten Täglich 10.30 bis 19.30 Uhr

Traditionelles, Italienisches Eishandwerk kann man bei Ferrari erleben. Frische Zutaten (Pistazien aus Sizilien, Nüsse aus dem Piemont), Rühren, um das Eis cremig zu halten – all das wird hier in Vollendung praktiziert.  Zudem wird das Eis während des Betriebs ständig direkt im Verkaufsraum frisch zubereitet. Zudem ist es ja so ein Klischee, dass Fruchteis nie besonders viele Früchte sieht – hier ist es anders, es wird aus mindestens 70% Frucht hergestellt – was will man mehr. Die Sorten sind handverlesen. Man bekommt neben 10 Klassikern noch eine Hand voll Spezial-Sorten sowie einige vegane Sorbets.

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Sweet Hell, U-Bahn-Bogen 186, 1190 Wien – Öffnungszeiten Täglich 13 bis 22 Uhr

Die „Süße Hölle“ ist für mich die eigentliche Überraschung, denn sie liegt doch recht weitab vom Schuss, nahe der U6-Station Nussdorfer Straße in den Stadtbahnbögen. Hier bekommt man nicht nur richtig gutes und handwerklich extrem geniales Eis, sondern auch exotische Sorten. Darunter fallen für mich etwa „Chili Chocolate“ oder – für Schnapsdrosseln – „Jägermeister“. Wenn das wirklich die Hölle sein soll, möchte ich gerne bleiben.

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Gelateria La Romana, Stiftsgasse 15-17, 1070 Wien – Öffnungszeiten Täglich 11 bis 23.15 Uhr

Ein richtiges „Gelato“ bekommt man auch unweit der Mariahilferstraße. Das Eis hat hier klangvolle Namen wie „Cioccolatino di Luisa“ oder „Bacio di dama con mandorle tostate“. Für mich, die ich der italienischen Sprache nicht mächtig bin, war daher bisher jeder Besuch eine kleine Überraschung – aber notfalls bekommt man die einzelnen Sorten auch vom freundlichen Personal erläutert. Die Waffel ist zudem ganz großartig, sie wird vor dem Befüllen nach Wahl mit einer der drei Sorten flüssiger Schokolade befüllt.

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Vidoni, Landstraßer Hauptstraße 2C, 1030 Wien – Öffnungszeiten Täglich 10.30 bis 22 Uhr (bei Schönwetter bis 0 Uhr)

Veganes Bio-Eis… Das macht den einen oder anderen vielleicht ein bisschen skeptisch. Aber schon nach der ersten Waffel bei Vidoni lässt man alle Skepsis fallen. Hier findet man alles – von den klassischen Sorten wie „Schokolade – Erdbeere“ bis kreativ wie „Orange Campari“, „Pistazie-Kürbiskern“ oder „Himbeere-Veilchen“. Das Eis wird direkt vor Ort produziert, die Zutaten werden lokal eingekauft und das spürt man auch am besonders intensiven und frischen Geschmack.

Auch Allergiker sind hier im Paradies – man bekommt auch Eis in laktosefrei/glutenfrei/nussfrei/zuckerfrei.

Vidoni

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14 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ebenfalls sehr empfehlenswert: Eis Greissler im 1. Bezirk, Rotenturmstraße 14 😉

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  2. Ist nicht so meins – den gibts mittlerweile überall – und die Schlange ist immer viel zu lang!

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  3. Das klingt ja lecker: die Waffel wird mit flüssiger Schokolade befüllt. Zum Glück ist bei mir Eissaison das ganze Jahr über 😉

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  4. Sabine T. sagt:

    Interessant.. du und deine Kangaroute… – Sweethell hab ich letzte Woche mit Family probiert… die sind uns dort zu „ur-wienerisch“ und gleich per DU…(bin ja keine 20 mehr und es war auch jemand mit der knapp 70 ist… komische Typen dort!) – stehen alle rum und keiner putzt das Lokal… nee nicht mein Ding. Da hat man dann auch das Gefühl, dass alles andere auch nicht hygienisch abläuft, wenn es sonst schon so hmm „speckig“ aussieht und riecht. Die anderen muss ich mal erkunden. Z.B. Krugerstr. 🙂

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    1. Echt? Gut, ich war mittags um 13 Uhr dort – da war alles sauber und ganz prima… die bedienung war prima, hat mich sogar nach allergien gefragt. Und mit mitte 30 freut man sich noch über das du – ich fühle mich immer gleich 10 jahre älter, wenn mich ein 20jähriger siezt… Waren sie denn am Gürtel oder in der Taborstr.?

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      1. Sabine T. sagt:

        Wir waren am Gürtel… (da braucht man nicht viel gucken, denn auf der einen Seite ist ja dieser Schanigarten, der ist nunmal immer gruselig mit den selbstgebastelten Kisten als Sitzmöglichkeit… und da kannst du definitiv nicht sitzen, weil du dir alles aufreisst und schmutzig machst … und die Sofas und Sitzgelegenheiten waren auch nicht sehr sauber!) Wir waren vor 1 Woche gegen späten Nachmittag dort. Ist wohl eher ein Kulturschock, wenn man den Zanoni oder Bortolotti gewöhnt ist, würde ich mal sagen 😉 – das mit dem DU ist so eine Sache: es kann sehr nett wirken, aber auch unpassend. Schätzen Höflichkeit. Kommt wohl daher, dass wir so aufgewachsen sind… Jeder hat da seine eigene Auffassung von ordentlichem Verhalten. Ich hab es gerne so: Guten Tag, was kann ich Ihnen anbieten? wir hätten da….. – Nicht: Servas, mechast wos probiern? Wie gesagt, meine Mutter ist in meinen Augen eine Dame und kein „Kumpel“ 😉

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      2. War sicher ein anderer Kellner – so war die Dame, die mich bedient hat, gar nicht! Der gastgarten – nun ja, am Gürtel ist das wohl eh nicht sooooo super. Ich saß drinnen. Und ich habe jetzt nix bemerkt, das mich in Sachen Sauberkeit hätte schlucken lassen. Ich mag ja den bortolotti gar nicht, da wars bei mir immer dreckig. Zanoni ist ähnlich. Ferrari ist viel persönlicher und netter…

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      3. Hmmm, gut – ein Gastgarten am Gürtel, da kann man ohnehin machen was man will, das ist jetzt nicht so die geniale Idee. Ich hab drinnen gesessen – da war alles geputzt und auch die Eistheke machte einen sauberen Eundruck. Und wir hatten da definitiv eine andere Bedienung. Das Mädel, das mich bedient hat, war super nett, hat wie gesagt gleich nach Allergien gefragt und immer wieder vorbeigeschaut und gefragt, ob alles gut ist. Und sie machte auch nicht den Eindruck, als würde sie mit einer 70Jährigen genauso umgehen. Ich mag selbst solche „hearst“-Leute gar nicht. Und wenn ich so bedient werde, habe ich auch den Laden schonmal wieder verlassen, ohne was zu bestellen. Aber so unterschiedlich können eben die subjektiven Eindrücke von solchen Läden sein.

        Ich mag Bortolotti und Zanoni gar nicht. Die sind immer brechend voll und solche Läden gibt es irgendwie an jeder Ecke. Ich hab ja eher das „Spezielle“ gesucht. Aber ich denke, dass das La Romana oder vor allem das Ferrari dir und der ganzen Familie gefallen.

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    2. Mir fällt Grade ein, die waren dort sogar Grade ganz fleißig beim Fensterputzen…

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  5. Michaela sagt:

    Ich liebe Eis!! Also ich habe deinen Artikel mal abgespeichert und bei meinem nächsten Wienbesuch werde ich mindestens eines der Eis ausprobieren 😉
    Lg aus Ecuador

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  6. Patrick sagt:

    Wien ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Wir hoffen dort auch noch einmal hinfliegen zu können! Vielen Dank für diese Einsicht in die „Wiener Eiszeit“ 😉 Gruß Patrick

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    1. Hallo Patrick – wenn ihr mal nach Wien kommt, hoffe ich, dass ich mit meinen Tipps bei der Planung behilflich sein konnte! Und schöne Stadt – ja in der Tat, immerhin wohne ich ja schon 5 Jahre dort 😀 LG Anke

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  7. Steffi sagt:

    Tuchlauben! Der Eissalon ist schon ewig dort, aber meiner Meinung nach immer noch der beste! Liebe Grüße Steffi

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    1. Hallo Steffi! Hmmm, Geschmackssache – Tuchlauben ist mir schon fast zu klassisch… Und ich hatte eben die Vorgabe „4 Stück“ – da konnte ich nicht alle aufnehmen und habe mich eher auf die Suche nach den „Geheimtipps“ gemacht…

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