Anke im Gosho in Kyoto

Hallo Leute!

Wer hätte es gedacht? Das riesige Tokio war nicht immer die Hauptstadt Japans. Von 794 bis 1868 war nämlich das eher beschauliche Kyoto der Sitz des kaiserlichen Hofes. Der Palast liegt noch heute im Zentrum der Stadt und kann besichtigt werden. Das war bisher aber immer eine eher komplizierte Sache…

Gosho Imperial Palace

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Lage

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Der Palast liegt im Herzen der Stadt innerhalb des kaiserlichen Parks nahe der U-Bahn-Station Imadegawa. Wenn man den Besuch mit einem kleinen Spaziergang verbinden will, kann man auch bei der Station Marutamachi aussteigen, zum Palast kann man dann durch den Park spazieren.

Eine kleine Tour

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Erst kurz vor der Zeit, für die man sich registriert hat, kann man sich mit der Bestätigung (siehe unten) beim Wachmann am Haupttor melden. Der Palast hat insgesamt 5 Tore, die alle ganz unterschiedliche Zwecke hatten – so war etwa eines nur für den Kaiser und ein anderes nur für hochrangige Beamte. Allen gemeinsam ist, dass sie beeindruckend massiv wirken, mit ihrem Dach aus Zypressenholz und der massiven Mauer, die den Palast vom umliegen Palastpark abtrennen.

Am Eingang bekommt man eine kleine Broschüre, die einen Überblick über den Palast geben soll. Dann wird man in einen Raum geführt, in dem man dann auf seinen Guide wartet. Hier sind Toiletten und ein kleiner Shop, sowie ein Fernseher, auf dem man dann einen kleinen Film zu sehen bekommt.

Die Tour führt dann entlang einer festgelegten Route durch den Bereich, der hauptsächlich für Staatsempfänge und auch für die kaiserliche Krönung genutzt wurde. Die Gebäude betreten darf man allerdings nicht – aber dafür nutzt der Guide dann gerne die Broschüre, die man dann auch unbedingt mitnehmen muss.

 Die Tour beginnt bei der purpurnen Halle, die für Staatsempfänge genutzt wurde. Etwas weiter hinten findet man den Shishinden, der für Kaiserkrönungen genutzt wurde. Unter anderem kommt man auch durch den Oike-niwa, den kaiserlichen Gärten mit dem großen Teich. Vom Shishinden führt ein langer Gang zum Thronraum (den Gang darf man natürlich auch nicht betreten). Daneben liegt ein Gebäude, das einzig zur Aufbewahrung des heiligen Spiegels gebaut wurde. Dieser gehörte zu den Insignien des Kaisers.

Die berühmten Wandgemälde kann man leider nur an einem Gebäude außen sehen, die Türen sind nämlich bei allen Gebäuden geschlossen. Irgendwie kommt man sich dabei ein bisschen doof vor, wenn man immer wieder auf den Flyer verwiesen wird, aber was soll man sagen, immerhin hat es ja keinen Eintritt gekostet. Nun ist die Tour fast schon wieder zu Ende.

Sicherlich ist der Palast ein architektonisches Highlight in Kyoto, so wirklich willkommen fühlt man sich aber nicht. Dass es nur um die Wandgemälde geht, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da die Gemälde im Nijo-Palast wohl genauso wertvoll sind, hier kann man aber sogar ohne Führung durchlaufen. Vertane Zeit war die Tour sicherlich nicht, aber ich war trotzdem ein wenig enttäuscht. Nur an wenigen Stellen konnte man überhaupt in die Gebäude hineinsehen, auch die Tour war kein informatives Highlight – das, was erzählt wird, steht auch in der Broschüre, die man ja unbedingt mitnehmen muss und auf die dann auch immer wieder gezeigt wird.

Wenn man nur kurz in Kyoto ist, gibt es sicherlich tollere Paläste, in denen man sich willkommener fühlt als hier.

Info

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Der Eintritt war zumindest bisher frei, man muss sich aber einer komplizierten Prozedur unterziehen. Dazu musste man sich entweder online registrieren oder mit dem Pass im „Office of the Imperial Household“ auftauchen und sich für eine Führung registrieren. Das ist nur unter der Woche Vormittags geöffnet. Das ging allerdings auch relativ schnell und schon eine Stunde später konnte es losgehen. Alles wurde kurz geprüft, man musste einen kleinen Fragebogen ausfüllen, alles ist gut organisiert. Man bekommt eine kleine Bestätigung, mit der man sich dann beim Wachmann am Tor melden soll.

Es gibt Führungen auf Englisch (um 10 und 14 Uhr) und Japanisch. Die Tour dauert 1 Stunde und führt nur entlang der offiziellen Gebäude des Gosho und durch den Park.

Soweit ich gehört habe, soll die Prozedur ab Herbst vereinfacht werden – dann sollen die Gebäude dauerhaft zugänglich sein, auch ohne Führung. Ob es dann Eintritt kostet und wie dann der Ablauf ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Mehr Informationen zur Registrierung gibt es hier:

http://sankan.kunaicho.go.jp/english/guide/kyoto.html

In diesem Sinne

Eure Anke

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